Glanzpunkte aus Jugendstil, Moderne und Naturgeschichte
Das Museum Wiesbaden, Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur, vereint in seiner Sammlung Höhepunkte aus Natur- und Kunstgeschichte. Machen Sie sich auf Entdeckungsreise zu Meisterwerken der Kunst und der Natur, von „A“ bis „Z“ oder Andy Warhol bis Zebra.
Ganz im Geist seines bekanntesten Initiators, Johann Wolfgang von Goethe, verbindet das imposante Gebäude im Zentrum der hessischen Landeshauptstadt unterschiedlichste Abteilungen. Bei der Malerei liegt der Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert. Dabei hat das umfangreiche Werk Alexej von Jawlenskys (1864-1941) Weltgeltung erlangt. Expressionismus und Kunst nach 1945 bilden weitere Schwerpunkte. Dank der großzügigen Schenkung einer Jugendstil-Sammlung von Weltrang mit faszinierenden Objekten der Wohnkultur zählt das Museum seit Juli 2019 zu den wichtigsten Jugendstil-Orten. Aber auch die Natur wird hier effektvoll inszeniert und verleiht dem Haus eine besondere Attraktivität.
An jedem ersten Samstag im Monat haben Erwachsene und Kinder freien Eintritt ins Museum Wiesbaden. Jeden Donnerstatg bis 21 Uhr geöffnet.
Willkommen im Museum Wiesbaden
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Jugendstilsammlung im Museum Wiesbaden
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Anstehende Veranstaltungen
Das Museum Wiesbaden freut sich anlässlich seines 200. Jubiläums feierlich zu verkünden, dass ihm die über Jahrzehnte gewachsene, hochkarätige Sammlung eines Wiesbadener Mäzens testamentarisch versprochen worden ist.
Große Namen wie Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Ida Kerkovious und Max Pechstein verleihen der Sammlung ihre Strahlkraft und bilden zentrale Positionen des deutschen Expressionismus mit seinen Künstlergruppen „Der Blaue Reiter“ und „Brücke“ ab. Selten ausgestellte Künstlerinnen wie Erma Bossi, Elisabeth Epstein oder Ilona Singer und bedeutende Skulpturen von Ernst Barlach, Gerhard Marcks, Marg Moll oder Milly Steger ergänzen die herausragende Werkzusammenstellung. In der Ausstellung wird die bewegte Geschichte der in über einhundert Jahren aufgebauten „Abteilung Klassische Moderne“ des Museums Wiesbaden reflektiert, zu deren Umfang und Qualität Schenkungen und Stiftungen beigetragen haben. Dabei wird museale Arbeit sichtbar gemacht und die Geheimnisse hinter diesen bedeutenden Sammlungszuwächsen aufgedeckt.
Über 30 Jahre lang war Kamerun eine deutsche Kolonie und daran erinnern uns zahlreiche Sammlungsobjekte. Die Aufarbeitung ihrer Erwerbskontexte ist Gegenstand eines aktuellen Forschungsprojekts, dessen Ergebnisse vorgestellt werden. Wie sind die Objekte in die Sammlung gelangt? Wir gehen ihren Spuren nach und binden dabei Stimmen und Perspektiven der Herkunftsgesellschaften aus Kamerun ein. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit der Verantwortung im Umgang mit dem kolonialen Erbe auseinanderzusetzen.
Information. Manipulation. Provokation
Das politische Plakat tritt in Europa erstmals massiv als Propagandaplakat im Ersten Weltkrieg auf. Die Kriegsparteien agieren dabei sehr verschieden. Von sachlich-faktischer Argumentation bis hin zur Lüge und emotionaler Ansprache, ein Spektrum, das sich in den politischen Plakaten der Folgejahre weiterentwickelt. Nach Ende des Ersten Weltkriegs scheinen expressionistische Plakate den traumatisierten Zustand einer ganzen Nation widerzuspiegeln. Die wachsende Brutalität der politischen Auseinandersetzung in den 1920er und 1930er Jahren spiegelt sich auch in der Rohheit der Plakatmotive wider, vor allem solcher, die von extrem linken und rechten politischen Rändern verbreitet wurden. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endet die Vielfalt der politischen Stimmen auf den Plakaten im öffentlichen Raum.
In der Ausstellung werden politische Plakate aus der Sammlung des Wiesbadeners Maximilian Karagöz gezeigt.
In Kooperation mit dem Hessischen Landtag, der in einer Ausstellung (18 Mär—12 Apr 26) politische Plakate von 1945—1991 zeigt.
Wie kann ein Selbstporträt aussehen?
Muss eine Malerei rechteckig sein?
Können Zeichnungen schwer aussehen?
Ist der Tastsinn im Museum überhaupt gefragt?
Und ist ein Raum eigentlich wandelbar?
Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation — in der Modernen und Zeitgenössischen Kunst gibt es (nahezu) keine Grenzen, wie Künstlerinnen und Künstler ihre Gedanken oder Vorhaben umsetzen. Aber was bedeutet das eigentlich für uns als Betrachterinnen und Betrachter?
Mit der Neupräsentation der Sammlung Moderne und Zeitgenössische Kunst nehmen wir nicht nur Werke aus unseren Depots in den Blick, sondern öffnen auch Denkwege. Wir stellen Museumshighlights in neue Beziehungen und entdecken dabei längst vergessene Werke, die ihre Geschichten wieder erzählen wollen oder zu neuen Dialogen anregen.
Klassische Gemälde haben einen Vorder- und einen Hintergrund. Eine Tapete auf der Wand ist also der Hintergrund für das, was sich im Raum abspielt? Oder ist die Tapete bereits das Ereignis und der Hintergrund die Architektur in der sie sich befindet? Bastian Muhr stellt uns diese Fragen. Aber viel mehr als das. Indem er ausgesuchte Werke, also klassische Bilder auf den Tapeten platziert, bringt er neue Ebenen ins Spiel. Wörtlich, also räumlich, aber auch im inhaltlichen Sinne, in dem er Bezüge zwischen den „Bildern“ schafft.
Die Tapeten selbst erstellt er mittels einer „Tapetenmaschine“, einem Algorithmus, der den Verlauf des Musters bestimmt, entweder linear oder per Zufall, indem festgelegte Elemente willkürlich aneinandergesetzt werden. Ähnlich wie in Muhrs Bleistiftzeichnungen, deren Struktur durch Auswürfeln (ganz analog per Hand) fortgeschrieben wird, kommt eine Komponente ins Spiel, die System und Zufall in Dialog treten lässt.
Im Eingriff in den Raum, in die Architektur, die dieser uns bietet, testet Bastian Muhr unsere Wahrnehmung. Wie schon bei Zickzack, seiner Bodenarbeit im Projektraum 2016 (https://museum-wiesbaden.de/bastian-muhr), bildet auch hier eine lineare Struktur eine Art Netz, das sich zwischen Wand und Raumkontinuum schiebt.
In der Natur wimmelt es von Tieren, Pflanzen und Pilzen, die mithilfe von Giften um ihr Überleben kämpfen. Während sich einige mit toxischen Substanzen schützen, setzen andere – wie die Hornviper – ihr Gift gezielt zum Angriff ein. Auch ein Blick in die Geschichte offenbart, dass Giftmischer und -mischerinnen seit jeher dieses gefährliche Wissen nutzten. Und selbst heute begegnen wir dem Giftigen öfter, als uns lieb ist.
Die Sonderausstellung „GIFT“ im Landesmuseum Wiesbaden verbindet Natur, Kultur und Wissenschaft auf vielfältige Weise. In der Natur übernehmen Gifte unterschiedliche Funktionen: Sie dienen dem Schutz vor Fressfeinden wie bei den Baumsteigerfröschen oder ermöglichen den Beutefang wie etwa bei der Kobra.
Auch der menschliche Umgang mit dem Giftigen wird beleuchtet — von historischen und aktuellen Giftmorden über die Wirkung von Umweltgiften auf Mensch und Natur bis hin zur medizinischen Nutzung toxischer Substanzen.
So bleibt die Erkenntnis des Paracelsus bis heute gültig: „Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“
Museumswerkstatt für Kinder Mit Irene Schwetz
Für Kinder von 6—12 Jahren.
Im Fokus steht ein Thema aus Kunst oder Natur. Nach einer spannenden Entdeckungstour arbeiten die Kinder künstlerisch unter fachkundiger Leitung von Irene Ursula Schwetz.
Um 12:45 Uhr werden die Werke präsentiert!
10,— Euro inkl. Eintritt
Partynacht zur Ausstellung „GIFT – Tödliche Gaben“
feat. Bitter End
Indie / RocknRoll / Alternative / 80ies / Soul Party im MUSEUM WIESBADEN
Der Schlachthof packt die Plattenspieler ein und zieht wieder ins Museum Wiesbaden - und diesmal wird's giftig! 🐍🪩✨
Nach der ausverkauften Premiere im letzten Jahr verwandeln wir das Museum erneut in eine vibrierende Tanzfläche - zwischen Kunst, Natur und einer Kulisse, die man so garantiert nicht alle Tage erlebt. Stilvoll, lebendig und ein kleines bisschen gefährlich.
Für den perfekten Sound servieren euch die DJs der Partyreihe Bitter End eine mitreißende Mischung aus Indie, RocknRoll, 80ies und Soul - hochdosiert, treibend und absolut partytauglich.
Und natürlich gilt auch diesmal: Verkleidung ausdrücklich erwünscht! Lasst euch vom Thema „Gift" inspirieren - als schillernde Schlange, toxische Pflanze, dunkle Alchemistinnen und Alchemisten, betörend schöne Versuchung oder was auch immer eure Fantasie hergibt. Ob subtil oder spektakulär - alles ist erlaubt.
Kurz gesagt: Das Museum war noch nie so verführerisch gefährlich!
Sichert euch rechtzeitig Tickets im Vorverkauf (hier noch Mal der Link) — letztes Jahr waren sie schneller weg als der letzte Tropfen Antiserum. Das Partyticket beinhaltet kostenlosen Eintritt zur Sonderausstellung "GIFT - Tödliche Gaben", die von 20:00 - 22:00 Uhr besucht werden kann.
Wir freuen uns auf eine giftig-gute Nacht mit euch! 💚🪩
MUSEUM WIESBADEN ∙ Einlass 20:00 ∙ VVK € 12,00 — 15,00
Tickets sind erhältlich unter www.schlachthof-wiesbaden.de
Georg Lührig (1868—1957) zählt zu jenen Künstlern, die um die Jahrhundertwende Dresdens Kunstszene bestimmten, indem sie die Strömungen des Jugendstils und des Symbolismus in eine ihnen eigene geheimnisvolle und faszinierende Bildsprache fassten. Lührigs Gesamtwerk zeichnet sich durch große gestalterische wie inhaltliche Vielseitigkeit aus. Er experimentierte mit unterschiedlichen Arbeitsmaterialien und Techniken, darunter Kohle, Bleistift, Aquarellfarbe sowie Lithografie.
Der vorliegende reich bebilderte Bestandskatalog dokumentiert das Werk eines Künstlers, den es heute wieder zu entdecken gilt — kleine Studienblätter, großformatige Ölgemälde und monumentale Fresken, die im Rahmen von Auftragsarbeiten für öffentliche Gebäude entstanden, Stillleben, Landschaften und Tierdarstellungen sowie Porträtarbeiten. Nicht zuletzt gilt es auch die Werke wieder zu entdecken, die Lührig als Kriegsmaler im Ersten Weltkrieg schuf, eingesetzt in Frankreich/Champagne und Syrien/Aleppo.
Die Fähigkeit, Fürsorge zu zeigen und den Nachwuchs zu schützen, ist in vielen Tierarten tief verwurzelt. Solche Verhaltensweisen werden durch Nerven und Hormone gesteuert, ähnlich wie bei uns Menschen. Ob Insekt, Frosch, Vogel oder Fisch: Auch sie zeigen Bindungsverhalten. Vielleicht fühlen sie anders. Vielleicht nicht wie wir. Doch Elternliebe ist überall.
Das Museum geht auf die Straße und holt die Straße ins Museum.
Das Museum Wiesbaden initiiert ein neues Ausstellungsformat, das gestalterische Positionen von internationalen Typografinnen in den Fokus nimmt.
Flagge zeigen für Demokratie — Über einen »Call for Flags« werden 20 international renommierte Designerinnen eingeladen mit typografisch gestalteten Flaggen die Wiesbadener Flaniermeile „Rue“ zu bespielen. Das Museum wiederum präsentiert im Oktogon die konzeptuellen Überlegungen und individuellen gestalterischen Positionen der Typografinnen und Type Designerinnen. Vertieft werden dabei besonders Fragen nach persönlicher und gestalterischer Identität, Geschlecht und Herkunft. Damit soll die historisch starke Unterrepräsentanz von Frauen in diesem traditionell intellektuell so bedeutenden Gestaltungsbereich kritisiert werden, denn: Schrift verbreitet Wissen und übt so entscheidenden Einfluss auf demokratische Meinungsbildung aus.
Die Ausstellung findet im Rahmen des »World Design Capital Frankfurt RheinMain« (WDC) statt, das 2026 zum Thema. »Design for Democracy. Atmospheres for a better Life« im RheinMain-Gebiet veranstaltet wird.
Ausstellungsorte
„Hall of Femmes“ im Museum Wiesbaden
Im Oktogon des Museums Wiesbaden wird eine „Hall of Femmes“ inszeniert, die relevante Hintergrundinformationen und Gestaltungsbeispiele zu zwanzig international renommierten Type-Designerinnen und Typografinnen aus den USA, Südamerika, Europa, Asien, Afrika und Neuseeland zeigt. Gezeigt werden Interviews (Film), ausgewählte Arbeitsbeispiele sowie gestalterisch-konzeptionelle Details zu den in der Ausstellung „Call for Flags“ vertretenen Designerinnen. Dieser inhaltlich reflektierende Teil der Museumsausstellung lebt von einer multimedialen Inszenierung mit Bild, Film, Sound, Interaktion und den Fahnen des „Call for Flags“.
Fahnenparcours auf der Wilhelmstraße
Auf der Wiesbadener Flaniermeile „Rue“ zwischen dem Museum Wiesbaden und dem Kurhaus entsteht im Sommer 2026 ein markanter Fahnenparcours. Mit ihren historischen Gebäuden, Museen und Kunstgalerien wird die Wilhelmstraße zum öffentlichen Ausstellungsraum für die Arbeiten aus dem „Call for Flags“. Das Projekt erprobt ein neues Format der Ausstellung im Stadtraum: Ausgehend von der Tradition des Plakats als „Kunst der Straße“ thematisiert der Fahnenparcours die Übergänge zwischen freier und angewandter Kunst sowie zwischen Design, Kommerz und Öffentlichkeit.
Women & Type – Mainz
20.–31. Juli 2026 | LUX, Pavillon der Hochschule Mainz
Parallel zum Wiesbadener „Call for Flags“ zeigt der LUX-Pavillon der Hochschule Mainz zwanzig typografische Flaggen junger Gestalterinnen aus dem Studiengang Kommunikationsdesign. In aktivistischen Entwürfen setzen sie sich mit feministischen Positionen in der Typografie auseinander. Die Ausstellung erweitert Women & Type um eine junge Perspektive und eröffnet Einblicke in die aktuelle Type-Design-Szene am Hochschulstandort Mainz. Das Studienprojekt wird betreut von Prof. Dr. Petra Eisele und Prof. Dr. Isabel Naegele Institut Designlabor Gutenberg.
„Hochverehrte Prinzessin, vieladeliger wilder Junge, süße Malerin, wann darf ich kommen — ich träume von der Süßigkeit Ihrer Bilder. (Der Prinz von Theben) Else Lasker-Schüler (Der blauen Reiterreiterin Freundin.)“
Else Lasker-Schüler an Marianne von Werefkin 1913
„Der Blaue Reiter“ ist ein Kreis von unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die im Bereich der ästhetischen Theorie, Malerei, Grafik, Literatur und Musik Visionäres geleistet haben. Mit seinen beiden in den Jahren 1911 und 1912 organisierten Ausstellungen und dem 1912 herausgegebenen Almanach steht er für eine Subjektivierung in der Kunst, die Befreiung der Farbe vom Gegenstand und die Idee einer Gleichwertigkeit von künstlerischen Ausdruckformen unterschiedlicher Epochen, Gattungen und Regionen. Damit ist er Teil der internationalen Avantgardebewegungen vor dem Ersten Weltkrieg.
Nahezu völlig unerforscht blieb bis heute, welchen großen Anteil die einzelnen Künstlerinnen im Umfeld des „Blauen Reiter“ an der Entwicklung der Moderne hatten, welche Strategien und Netzwerke sich diese zurechtlegten, um trotz des damals herrschenden, ihnen völlig widrigen gesellschaftlichen Normengefüges ein Leben als selbstständige Künstlerin führen zu können, und wer waren all die mitunter völlig vergessenen, in ihren Lebensläufen kaum mehr zu rekonstruierenden Künstlerinnen überhaupt, das sind die Themen der Ausstellung Die Blauen Reiterinnen. Und hier sind sie:
Erma Bossi — Sonia Delaunay-Terk — Emmi Dresler — Elisabeth Epstein — Elisabeth Erdmann-Macke — Natalia Gontscharowa — Else Lasker-Schüler — Maria Franck-Marc — Olga Meerson — Gabriele Münter — Carla Pohle — Marianne von Werefkin
Eine Ausstellung des Museum Wiesbaden in Kooperation mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München und dem Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen und der Fondazione Werefkin, Ascona.
„Hochverehrte Prinzessin, vieladeliger wilder Junge, süße Malerin, wann darf ich kommen — ich träume von der Süßigkeit Ihrer Bilder. (Der Prinz von Theben) Else Lasker-Schüler (Der blauen Reiterreiterin Freundin.)“
Else Lasker-Schüler an Marianne von Werefkin 1913
Der „Blaue Reiter“ ist ein Kreis von unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die im Bereich der ästhetischen Theorie, Malerei, Grafik, Literatur und Musik Visionäres geleistet haben. Mit seinen beiden in den Jahren 1911 und 1912 organisierten Ausstellungen und dem 1912 herausgegebenen Almanach steht er für eine Subjektivierung in der Kunst, die Befreiung der Farbe vom Gegenstand und die Idee einer Gleichwertigkeit von künstlerischen Ausdruckformen unterschiedlicher Epochen, Gattungen und Regionen. Damit ist er Teil der internationalen Avantgardebewegungen vor dem Ersten Weltkrieg.
Nahezu völlig unerforscht blieb bis heute, welchen großen Anteil die einzelnen Künstlerinnen im Umfeld des „Blauen Reiter“ an der Entwicklung der Moderne hatten, welche Strategien und Netzwerke sich diese zurechtlegten, um trotz des damals herrschenden, ihnen völlig widrigen gesellschaftlichen Normengefüges ein Leben als selbstständige Künstlerin führen zu können, und wer waren all die mitunter völlig vergessenen, in ihren Lebensläufen kaum mehr zu rekonstruierenden Künstlerinnen überhaupt, das sind die Themen der Ausstellung Die Blauen „Reiterreiterinnen“. Und hier sind sie:
Erma Bossi — Sonia Delaunay-Terk — Emmi Dresler — Elisabeth Epstein — Elisabeth Erdmann-Macke — Natalia Gontscharowa — Else Lasker-Schüler — Maria Franck-Marc — Olga Meerson — Gabriele Münter — Carla Pohle — Marianne von Werefkin
Eine Ausstellung des Museum Wiesbaden in Kooperation mit dem Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München sowie der Fondazione Marianne Werefkin in Ascona/CH
2027 jährt sich zum 70. Mal die wegweisende Ausstellung „Lebendige Farbe — Couleur vivante“, zu der in Wiesbaden das Who-is-who der neuen gestisch-abstrakten Malerei versammelt wurde. Zugleich war diese Schau ein Brückenschlag der jungen deutsch-französischen Freundschaft. Freundschaft ist auch das Stichwort unserer Präsentation. Die Beziehung des Künstlerpaars Schultze-Bluhm zum Museum Wiesbaden, vor allem aber auch zu Clemens Weiler, dem innovativen Direktor der Nachkriegszeit soll im Zentrum unserer Kabinettausstellung stehen. Natürlich mittels der Werke der beiden Kunstschaffenden, aber auch über persönliche Grußkarten, Notizen und Anekdoten: Sammlungsgeschichte als Kunstgeschichte und ganz nebenbei eine Auswahl lange nicht gezeigter Schätze aus den Depots des Museums.
Die Ausstellung ist Teil einer Kooperation mit dem Museum Reinhard Ernst und dem Nassauischen Kunstverein.
Standort
Impressionen
Geschichten
Auswahl und Analyse
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Rund eine Million Organismen im Fundus
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Restaurierung
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Ganz in Ruhe bewundern und in allen Einzelheiten studieren
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Verpacken, Ausstellung und Teamwork
Manchmal leisten wir Erste Hilfe - Restaurierungswerkstatt, Museum Wiesbaden (Teil 3)
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Ähnlich wie Bildhauer
Schönheit und Vielfalt der Tierwelt - Tierpräparatoren, Museum Wiesbaden (Teil 3)
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Jawlensky als Alleinstellungsmerkmal
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„Glückliche Fügung - die Neess-Schenkung“
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Vom bleibenden Zauber des Jugendstils
Eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke - Jugendstil in Wiesbaden (Teil 3)
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Video ansehenAtmosphärisch
Ich war heute tatsächlich zum ersten Mal im Landesmuseum Wiesbaden. Ich bin begeistert über das vielfältige Angebot. Die Atmoshäre ist sehr schön!
Matthias
Besucher Museum WiesbadenHessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
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Mir hat besonders gut die Tierausstellung gefallen. Die Tiere haben sehr lebensecht gewirkt. Hier kann man einen unglaublichen Nachmittag verbringen.
Charlotte
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Video ansehenAbwechslungsreich
Wir haben die Ausstellung der Natur als sehr abwechslungsreich empfunden, waren begeistert und haben einen wunderbaren Nachmittag im Museum Wiesbaden verbracht.
Christiane
Besucherin Museum WiesbadenHessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
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Video ansehenKunsthistorisch
Ich bin in Wiesbaden aus kunsthistorischen Aspekten, weil Wiesbaden in den Bereichen, die mich interessieren besonders gut aufgestellt ist.
Albert
Besucher Museum WiesbadenHessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
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Video ansehenInteraktiv
Das Landesmuseum Wiesbaden ist wirklich ein toller Ort für die ganze Familie, weil es so sehr interaktiv ist.
Louise
Besucherin Museum WiesbadenHessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
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Video ansehenKonrastreich
Es gibt sowohl den Kontrast zwischen neuer und alter Malerei, aber auch den Konrast zwischen Natur und Malerei und das gefällt mir sehr gut.
Ricarda
Besucher Museum WiesbadenHessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
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Video ansehenLebendig
Mir gefällt am Landesmuseum Wiesbaden diese Lebendigkeit. Es ist für jeden etwas dabei.
Stefan
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Video ansehenSpannend
Ich finde dieses Museum toll. Die Color-Sektion war sehr interessant und der Eisbär war spannend, weil ich ihn noch nie so gesehen habe.
Enkhtuul
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Video ansehenVerbindend
Das Museum Wiesbaden ist für mich ein Ort, der Menschen verbindet, mit Ihrer Region und gleichzeitig mit Kultur, sowohl mit Natur als auch mit Kunst.
Martina
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