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Schönheit und Vielfalt der Tierwelt - Tierpräperatoren, Museum Wiesbaden (Teil 1)

Es gibt ein Vorurteil: Kunst ist für die Elite, Naturkunde fürs Volk. Das Museum Wiesbaden jedoch verknüpft beides miteinander. Die Darstellung der Natur wird in der Gemäldeausstellung kultiviert. Und die naturkundlichen Exponate präsentieren sich wie Kunstwerke in wundervollen Farbfamilien. „Wir machen die Schönheit und Vielfalt der Tierwelt sichtbar“, erklärt Felix Richter diese Arbeit. Er und Malte Seehausen verwirklichen als Tierpräparatoren des Museums Wiesbaden diesen besonderen Stil des Hauses. Auf rund eine Million Organismen – inklusive Insekten – kann das Museum zurückgreifen, wenn es die naturkundliche Ausstellung aktualisiert oder in Sonderausstellungen ausgewählte Tiere zeigt.

Der Fundus an Tierexponaten schlummert zu mehr als 80 Prozent sorgfältig verpackt in den Magazinen des Museums. Von Braunbären über Wüstenfüchse bis zu vielzähligen Vogelarten und Reptilien warten die Exponate darauf, für eine der nächsten Ausstellungen ausgepackt zu werden und wieder einmal einen Platz in den oberen Stockwerken des Museums zu finden. Selbstverständlich wird jedes Präparat vom Team Richter/Seehausen ordentlich „aufgehübscht“, wenn es nach seinem Dornröschenschlaf wieder gezeigt werden soll.

Dieses Kulturgut will gepflegt sein – schließlich ist alles Organische dem Verfall geweiht. „Früher kamen eine Menge Gifte zum Einsatz, um die Tiere haltbar zu machen“, erklärt Richter. „Da arbeiten wir heute mit anderen Mitteln – allein schon aus gesundheitlichen Gründen“. Manche alten Techniken wie das Wickeln des Köpers aus Holzwolle kommen kaum mehr zum Einsatz. Vielmehr gibt es künstliche Tierkörper aus PU Schaum. Eines solchen hatte sich Malte Seehausen beispielsweise bedient, als er den alten Wolf aus der Wiesbadener Fasanerie präparierte. Das Tier, das viele Fasaneriebesucher noch als Rudelführer in Aktion kennen und der vor einigen Jahren an Altersschwäche verstarb, wirkt auch als Präparat noch imposant. Seehausen hat ihn in lebensnaher Pose verewigt und ihm eindrucksvolle Augen ausgesucht – eine große Auswahl ist in der Werkstatt der Präparatoren zu finden.

Nächster Teil der Artikelserie:
Schönheit und Vielfalt der Tierwelt - Tierpräperatoren, Museum Wiesbaden (Teil 2)

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Veröffentlicht am 21.03.2017

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