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Eindrucksvolle Jawlensky-Sammlung - Museum Wiesbaden (Teil 3)

Jawlensky wurde in Wiesbaden auf dem russisch-orthodoxen Friedhof beerdigt. Die Wiesbadener identifizieren sich mit ihm, haben eine Schule und eine Straße nach dem gebürtigen Russen benannt. Ein schönes Beispiel dafür, wie Migration die Kultur einer Stadt bereichern kann – darin ist sich Zieglgänsberger mit Dr. Jörg Daur einig, dem Kustos für moderne und zeitgenössische Kunst am Museum Wiesbaden. Jawlensky steht zudem Pate für die wichtigste Auszeichnung, die Wiesbaden an Künstler vergibt: den Alexej-von-Jawlensky-Preis, für den Daur verantwortlich zeichnet.

Die Auszeichnung ging als Würdigung ihres Gesamtwerkes bisher vornehmlich an amerikanische Künstler der Gegenwart, die bereits zu den Klassikern zählen: Agnes Martin (1991), Robert Mangold (1996), Brice Marden (2004), war bereits 2008 Teil der Sonderausstellung, die dem jeweiligen Preisträger gewidmet ist.“ (Abb. „Brice Marden, Untitled (Window Study#2), 1985. Sammlung Mondstudio im Museum Wiesbaden“). Im Jahr 2017 wurde Richard Serra ausgezeichnet, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer. Daur, der die Serra-Ausstellung in Wiesbaden organisiert hat, ist sich sicher: „Ohne die Auszeichnung bekämen wir solche Hochkaräter gar nicht hierher.“

Der starke Bezug zu Amerika ist in der Wiesbadener Sammlung schon seit Generationen angelegt. „Der Preis verbindet die Schwerpunkte Jawlensky und die Kunst der Gegenwart konstruktiv miteinander“, erklärt Daur, während er Gemälde hängt. „Das stärkt unsere Sammlungstradition.“ Für das hessische Museum ist Jawlensky ein Alleinstellungsmerkmal. Natürlich wünschen sich die Kustoden, dass private Sammler Werke von Jawlensky zuerst dem Museum anbieten. Zieglgänsberger: „Dann haben wir die Option, sie für die Sammlung zu erwerben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ Aber auch die Werke der Preisträger Robert Mangold (Green Black Zone Painting) und Ellsworth Kelly (White Relief Over Black) wirken nicht wie Fremdköper im Wiesbadener Museum, sondern können in den historischen Räumen gut präsentiert werden. Die amerikanischen Künstler selbst schätzen den Alexej-von-Jawlensky-Preis – auch wenn sie zumeist nicht auf das Preisgeld angewiesen sind, es sogar spenden. „Aber“, erzählt Daur, „die Preisträger fühlen sich tatsächlich geehrt, weil Jawlensky gerade in den USA ein hoch angesehener Künstler ist“.

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Eindrucksvolle Jawlensky-Sammlung - Museum Wiesbaden (Teil 2)

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Veröffentlicht am 07.06.2019

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