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Eindrucksvolle Jawlensky-Sammlung - Museum Wiesbaden (Teil 2)

„Jawlensky selbst mochte das Gemälde“, erklärt Zieglgänsberger in seinem Büro. „Er wählte 'Nikita' als einzige Abbildung für einen Ausstellungskatalog.“ Auch in welcher Beziehung der Künstler zu dem Jungen stand, ist bekannt: Es war der Neffe der Künstlerin Marianne von Werefkin, die zugleich seine Förderin und Lebensgefährtin war – auch wenn sie Jawlensky mit anderen Frauen teilen musste.

Wer glaubt, über das Leben des 1941 in Wiesbaden verstorbenen Künstlers wäre alles bekannt, der irrt. Forschung – und Zufälle – bringen immer wieder Wissenswertes zutage. „Gerade konnte anhand von Briefen, die in Russland aufgetaucht sind, die Entstehung des Gemäldes Nikita auf Ostern 1910 in München datiert werden“, erzählt Zieglgänsberger. Vor den Feiertagen hatten Arztbesuche mit dem kranken Jungen Jawlensky vom Malen abgehalten, wie er in den Briefen berichtet.

Jawlensky wählte schließlich Wiesbaden, wo viele seiner Hauptwerke entstanden waren, für seinen letzten Lebensabschnitt. Seine Begründung: „In Wiesbaden hatte ich damals einen großen Erfolg. Ich begegnete dort sehr netten Menschen, und das bestimmte mich, meinen Wohnsitz in Wiesbaden zu nehmen.“ Zu diesen netten Menschen zählte Galka Scheyer. Sie hatte 1921 die Teilnahme des Malers an einer Ausstellung im Nassauischen Kunstverein organisiert. Drei Jahre später schloss sich auf ihr Betreiben hin Jawlensky mit Wassily Kandinsky, Paul Klee und Lyonel Feininger unter dem Begriff "Die Blaue Vier" zusammen. „Jawlenskys Verkaufserfolge waren wechselhaft“, erzählt der Kustos. „Zugleich machte ihm eine Arthritis zu schaffen.“ Weitere Wiesbadenerinnen unterstützten den Maler, unter anderem Lisa Kümmel, die wie er der Freien Künstlerschaft Wiesbaden angehörte. Zieglgänsberger nutzt das bibliografische Wissen und das Werkverzeichnis, um besondere Perspektiven für Sonderausstellungen und Kataloge zu entwickeln. Im Museumsshop stellt eine „Jawlensky-Ecke“ einiges davon vor. Unter den Postkarten ist die Frau mit Fächer „unser Bestseller“, so Zieglgänsberger.

In seiner Wiesbadener Zeit widmete sich Jawlensky vor allem den "Abstrakten Köpfen", die heute zur Sammlung des Museums zählen –, die wie ein U geformt sind, nach oben offen, daran schließen die ‚Meditationen‘ an. Zieglgänsberger: „Jawlensky selbst hat sie als "Spitze einer Kathedrale" beschrieben, als die Krönung seiner Schöpfung.“

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Eindrucksvolle Jawlensky-Sammlung - Museum Wiesbaden (Teil 1)

Nächster Teil der Artikelserie:
Eindrucksvolle Jawlensky-Sammlung - Museum Wiesbaden (Teil 3)

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Veröffentlicht am 26.04.2019

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