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Eindrucksvolle Jawlensky-Sammlung - Museum Wiesbaden (Teil 1)

Alexej von Jawlensky malte sich selbst im Jahr 1912 in Öl auf Leinwand mit kritischem Blick, der sich eher nach innen als auf den Betrachter richtet. Das letzte Selbstbildnis vor dem Ersten Weltkrieg ist zu sehen im Museum Wiesbaden, das die bedeutendste Sammlung von Gemälden des russischstämmigen Malers besitzt. „Der für seine intensiven Farben berühmte Künstler inszeniert sein Gesicht hier wie eine Farbpalette“, erklärt Dr. Roman Zieglgänsberger, Kustos für die Klassische Moderne. Als er im Jahr 2010 zum Team des Hessischen Landesmuseums stieß, war er sich nicht sicher, ob ihm Jawlensky ans Herz wachsen würde. „Aber der Funke ist übergesprungen“, versichert der gebürtige Münchner.

Heute bringt Zieglgänsberger mit Leidenschaft Menschen auf die Seite Jawlenskys. Dabei sind ihm Führungen und die immer neue Inszenierung der Werke wichtig. Die Motive Jawlenskys – Landschaften, einzelne Personen, Stillleben – seien nicht leicht zugänglich, da sie keine offenkundigen Geschichten erzählten. „Dabei hat Jawlensky nie das Interesse am Menschen verloren oder ist völlig abstrakt geworden. Er ist sich treu geblieben.“ Die Faszination seiner Werke gehe vor allem von den Farben aus, erklärt Zieglgänsberger beim Gang durch die Dauerausstellung. „Wir können hier Werke aus allen wichtigen Phasen des Malers zeigen und immer wieder in neue Beziehungen untereinander und mit anderen Künstlern stellen.“ Diese Abwechslung sei vor allem für die Wiesbadener wichtig, damit sie 'ihren Jawlensky' immer wieder neu entdecken könnten.

Roman Zieglgänsberger nennt als erste fesselnde Begegnung mit dem Werk Jawlenskys das Bildnis des Tänzers Alexander Sacharow während des Studiums in München. „Die Augen haben mich sehr beeindruckt“, erzählt der Kustos. „Wie hier beim Bildnis von Nikita.“ Die Haltung des Jungen drücke eine Mischung aus Vorsicht und Neugier aus, die grünblau schimmernde Fläche im Hintergrund wird zum Markenzeichen. Jawlensky selbst beschreibt die Phase, in der das Bild entstand, als Wendung in seiner Kunst.

Nächster Teil der Artikelserie:
Eindrucksvolle Jawlensky-Sammlung - Museum Wiesbaden (Teil 2)

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Veröffentlicht am 15.03.2019

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