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Eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke - Jugendstil in Wiesbaden (Teil 3)

Der Jugendstil zeichnet sich durch seine Form- und Farbvielfalt aus und schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Diese kann man in Wiesbaden nun in einer ganz besonderen Ausstellung genießen. Seit 2019 ist das Museum Wiesbaden Heimstatt der Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess. Diese größte private Sammlung von Jugendstil-Objekten in ganz Europa war zuerst über viele Jahre im Weissen Haus („Mit zwei ‚s‘!“, betont Kurator Dr. Peter Forster) in Wiesbaden, wie die Söhnlein-Villa aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit ihrem amerikanischen Namensvetter genannt wird. Der Sammler und Liebhaber des Jugendstils Neess hat sich noch zu Lebzeiten entschieden, seine Sammlung als Schenkung an das Museum Wiesbaden zu geben. „Schon beim Eintritt ins Weisse Haus habe ich gesagt: Das muss zu uns.“, freut sich Dr. Forster, der sich hier um diese außergewöhnliche Sammlung kümmert. Die Sammlung umfasst rund 500 Exponate und bedarf einer besonderen Pflege: „Das ist alles sehr aufwändig: Die Lampen, die Podeste, das muss alles gepflegt werden. Diese Objekte verlangen nach viel Liebe und Aufmerksamkeit.“ Die hat ihnen Neess ebenso entgegengebracht, wie es Forster heute tut: „Der Zauber wird nicht weniger. Ich gehe immer wieder gern durch die Ausstellung und habe immer wieder das gleiche gute Gefühl.“
Dieses gute Gefühl will Forster auch dem Publikum vermitteln. Begonnen hat er dabei mit den berühmten Lampen zum Beispiel von Tiffany, von denen ursprünglich nur einige wenige in Betrieb waren. „Die Hitzeentwicklung ist im Dauerbetrieb so groß, dass sie den Objekten schaden würde.“, erzählt der Kurator. Sie unbeleuchtet zu lassen, war keine Option. „Die Lampen sind tot und blutleer, wenn sie nicht leuchten. Diese Atmosphäre würde komplett verloren gehen.“ Also musste eine Lösung her. „Wir haben alle auf LED-Technik umgerüstet, sodass sie jetzt ihre Pracht entfalten können. Und dieses Medium Licht sollte jetzt auch bestimmend sein für die gesamte Präsentation.“ Denn wie sagte schon Thomas Mann über den Münchner Jugendstil? „München leuchtet!“ Forster sagt: „Damit hat er diese Kunst eigentlich perfekt auf den Punkt gebracht.“ Die Dreidimensionalität, die Farben, das Licht – all das macht diese Ausstellung zu etwas Besonderem.
Leuchten sollen auch die Augen des Publikums auf dem Weg durch die Ausstellung. „Man muss hier immer wieder herkommen wollen.“, betont Dr. Forster. Deshalb wurde die Ausstellung auch so konzipiert, dass sie bei jedem Besuch noch etwas Neues bietet. Sie ist verwinkelt und es gibt sogar eine begehbare Skulptur. Der Lichteinfall aus verschiedenen Richtungen und Winkeln lässt das bunte Glas immer wieder in neuen Tönen leuchten. Deshalb kommen die Leute auch immer wieder, obwohl so eine Dauerausstellung ja an sich immer verfügbar ist. Anders aber hier: „Hier ist für jeden was dabei. Man kann hier berauscht rausgehen!“, ist Forster begeistert und erzählt uns auch seine Lieblingsgeschichte: „Wir hatten nach der Eröffnung einen Japaner, der nach der Eröffnung einmal pro Woche aus Tokio hergeflogen ist und sich immer wieder eine Vitrine angeschaut hat. Dann ist er wieder zurückgeflogen!“ Aber diese Begeisterung ist kein Wunder: „So einen Glücksfall hat man einmal im Leben. Wir haben hier eine Epoche geschenkt bekommen! Das übersteigt dann schon das eigene Fassungsvermögen!“ Ein Glücksfall für den begeisterten Kurator Dr. Peter Forster, für das Museum Wiesbaden, vor allem aber für die Besucher und Besucherinnen, denen dieser Schatz nun immer offen steht!

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke - Jugendstil in Wiesbaden (Teil 2)

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Veröffentlicht am 25.02.2021

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