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Eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke - Jugendstil in Wiesbaden (Teil 1)

„Seit 29. Juni 2019 ist Wiesbaden auf der Landkarte des Jugendstils nicht mehr wegzudenken.“ empfängt uns Dr. Peter Forster lachend und nicht ohne Stolz im Hessischen Landesmuseum für Kunst und Natur Wiesbaden. Einer glückliche Fügung war es zu verdanken, dass das Museum die größte und bedeutendste private Sammlung von Jugendstil und Art Nouveau in Europa von Ferdinand Wolfgang Neess geschenkt bekam.
"Sowas passiert einmal in der Geschichte eines Hauses! Es war zudem die größte Schenkung, die das Museum Wiesbaden jemals erfahren hat.“, schwärmt Dr. Peter Forster, Kurator der Jugendstil-Ausstellung. Seit Juni 2019 beherbergt das Museum Wiesbaden die Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess. Der im Januar 2020 verstorbene Liebhaber des Jugendstils hat im Laufe seines Lebens über 500 Objekte gesammelt und sie in einer einzigartigen Schenkung dem Museum Wiesbaden vermacht. „Neess sammelte Qualität, also hat er auch Qualität bezahlt und gezielt gekauft“, erzählt Dr. Forster mit Blick auf diese unglaubliche Sammlung. Und das Museum Wiesbaden hat seinerseits einen Kraftakt geleistet: „Wir haben 800 m2 geschaffen, die geschlossen diese Sammlung zeigen können!“
Eine Sammlung von jemandem wie Ferdinand Wolfgang Neess zu übernehmen, ist dabei auch kuratorisch ein Glücksfall: „Neess war sehr wissend, aber er hatte auch ein sehr gutes Bauchgefühl.“, beschreibt Dr. Forster den Spender. „Er wusste genau, was zusammengehört, welche Künstler miteinander harmonisieren, was nicht fehlen darf, was notwendig ist.“ Dabei lies Neess kuratorisch dem Museum alle Freiheiten „Er hat uns gesagt: Ich übergebe das hier, macht damit, was ihr für richtig haltet.“ Dennoch hatte der Stifter indirekt Einfluss auf die Konzeption: „Viele Ensembles konnten wir einfach so übernehmen. Es war schon viel an geistiger Vorarbeit da. Das war schon eine ziemlich gute Steilvorlage, und das wusste Neess auch“, lacht Forster. „Er konnte dann aber auch loslassen. Ich glaube, das ist eine große Überwindung für einen Sammler: zu Lebzeiten zu geben. Aber in dem Fall war es genau richtig, weil er diesen Prozess auch noch mit begleiten konnte und dann am Ende gedacht hat: So ist das alles in meinem Sinne.“
Zum 90. Geburtstag von Neess war die Ausstellung dann fertig. Das war der Deal, den das Museum mit dem Sammler eingegangen ist, erzählt Forster: „Wir versprachen ihm, die Ausstellung bis zu seinem Geburtstag fertigzustellen, im Gegenzug versprach uns Neess, nichts aus der Sammlung woanders hin zu veräußern.“ Denn die Nachfrage war groß – ursprünglich sollte die Schenkung an das Clemens Sels Museum in Neuss gehen. Doch als das aus verschiedenen Gründen nicht geklappt hat, meldeten sich zahllose Interessierte: „Jeder wollte irgendwas für sich.“ Aber für Neess war es wichtiger, seine geliebte Sammlung zusammenzuhalten. Und diese können wir jetzt zum Glück in Wiesbaden bewundern!

Nächster Teil der Artikelserie:
Eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke - Jugendstil in Wiesbaden (Teil 2)

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Veröffentlicht am 19.01.2021

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