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Eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke - Jugendstil in Wiesbaden (Teil 2)

Das Museum Wiesbaden kann sich glücklich schätzen: Seit Oktober 2019 beherbergt es die größte Sammlung von Jugendstilobjekten Europas – eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke! Noch zu Lebzeiten übergab der passionierte Sammler dem Museum rund 500 Objekte von Skulpturen über Vasen bis hin zu den berühmten Lampen, die nun auf 800 m2 ausgestellt sind. Eine einzigartige Ausstellung. Doch warum ausgerechnet Jugendstil? Dr. Peter Forster, Kurator der Ausstellung, erklärt: „Der Jugendstil ist die letzte Weltsprache der Kunst, in der immer wieder auf denselben Grundgedanken zurückgegriffen wird.“ Und was ist dieser Gedanke? Hier ist Nachhaltigkeit das Stichwort. Verbindet man diesen Begriff eher mit dem Umweltschutz, so liegt man damit gar nicht so falsch: „Der Jugendstil schmiegt sich in beiden Bereichen, Natur und Kunst, so ein, dass die Kunst mit der Natur verbunden wird,“ erklärt uns Dr. Forster. Dabei sieht er sogar Verbindungen zur aktuellen Jugendbewegung: „Das Rebellische der Jugend – wir erleben das jetzt gerade mit der Umweltbewegung. ‚Fridays for Future‘ ist nichts anderes als Jugendstil und hat sogar fast ähnliche Fragestellungen: die Auseinandersetzung mit der Natur, wie wir damit umgehen, wie wir leben wollen. Das ist eine Jugendbewegung, das heißt ja nicht umsonst Jugendstil!“
Dieser vereinende, übergreifende Gedanke der Offenheit prägt auch die Motivwahl des Jugendstils, wie Dr. Forster anhand der berühmten Tiffany-Lampen erklärt: „Funktion und Kunst sind hier ideal miteinander verwoben.“ Der Jugendstil ist also ein Gesamtkunstwerk, eine Verbindung aus Kunst und Leben. Das ist das Revolutionäre am Jugendstil: Man wollte ein Übergreifen der Kunst in den Alltag!“
Diese Ambitionen lassen sich bis in die heutige Zeit weitertragen: „Diese Ausstellung ist eine einmalige Möglichkeit“, sagt Dr. Forster. „Wenn man sich mit Jugendstil auseinandersetzt, dann geht man mit ganz geschärftem Blick in die Stadt und entdeckt plötzlich an allen Ecken und Enden genau dieses Formengut wieder, weil es hier sehr stark präsent ist.“ Damit wird eine Verbindung von Stadt und Museum, von Leben und Kunst hergestellt: „Das Museum ist ja immer ein Spiegel einer Stadt. Wir portraitieren ja, was im Inneren der Stadt vor sich geht. Das finde ich spannend!“, schwärmt Dr. Forster. „Wir wünschen uns immer viele Schulklassen hier her, denn man kann gar nicht früh genug anfangen, sich diesem Formengut zu öffnen und die Faszination dieser Zeit auf sich wirken zu lassen. Und ich glaube, dass da eine unheimliche Strahlkraft drinsteckt!“

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke - Jugendstil in Wiesbaden (Teil 1)

Nächster Teil der Artikelserie:
Eine fantastische Sammlung voller wunderbarer Kunstwerke - Jugendstil in Wiesbaden (Teil 3)

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Veröffentlicht am 05.02.2021

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