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Schönheit und Vielfalt der Tierwelt - Tierpräperatoren, Museum Wiesbaden (Teil 3)

Nicht immer passen vorgefertigte Teile wie die Schaumstoff-Körper zu der Haut eines toten Tieres, das tiefgefroren „mit Kern“ angeliefert wurde – also komplett. Der Präparator zieht die Haut ab und macht sie haltbar, der Rest wird entsorgt. Um einen individuellen Tierkörper anzufertigen, arbeiten die Präparatoren ähnlich wie Bildhauer: Die Basis bilden Schablonen, die anhand des Originalkörpers angefertigt werden. Darauf entsteht nach und nach ein Modell aus Ton, das detailliert ausgefeilt wird. Diese Form des Korpus gießt der Präparator mit Schaum aus und erhält einen Abguss – beispielsweise für ein Wasserschwein, das gerade samt Fell zum Trocknen in der Werkstatt steht. An Stellen, wo sich die Haut noch verziehen kann, hat Richter bunte Nadeln platziert, was den Betrachter unwillkürlich erschaudern lässt – so lebendig sieht das Wasserschwein bereits aus.

Ist ein Präparat fertig aufgebaut und getrocknet, wird es – bei Säugetieren insbesondere am Kopf – nachmodelliert und die verblassten Hautpartien koloriert. Dabei kommen sowohl Pinsel als auch Airbrush-Technik zum Einsatz. Kein Wunder also, dass es auf dem Arbeitstisch der Präparatoren aussieht wie in der Werkstatt eines gestaltenden Künstlers. Spachtel, Feile und Pinsel, Farbtuben und -dosen sowie verschiedene Klebmassen sind zu finden, an den Wänden hängen weitere Utensilien wie Drähte und Schläuche. Hier wird klar: Präparieren ist eine kreative Arbeit, die zum einen den besonderen Charakter eines Tieres unterstreicht, zum anderen anhand umfangreicher Recherchen die Eigenarten jeder Lebensform sichtbar macht.

Und woher kommen die Tiere? „Zum einen stammen Körper einheimischer Tiere aus der direkten Umgebung, zum anderen sind Zoos eine wichtige Quelle vor allem für exotische Tiere“, erzählt Richter, der schon als Kind naturkundlich interessiert war. Viele Stücke stammen noch aus der Gründerzeit und insbesondere Exoten gehen auf Beziehungen Wiesbadener Bürger ins Ausland zurück. So kann das Museum auch mit vielen Exemplaren aus Südost Asien und Zentralafrika aufwarten. Im Augenblick arbeiten die beiden Präparatoren unter anderem am Thema Australien. Das Ergebnis wird bei einer der nächsten Sonderausstellungen des Wiesbadener Museums zu sehen sein.



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Veröffentlicht am 24.05.2018

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