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Zeitreise in die römische Geschichte - Römerkastell Saalburg (Teil 2)

Und so ergab es für die Römer damals durchaus Sinn, dass die Grenze des Römischen Reiches hier im Bereich der Saalburg kein unüberwindbares Bollwerk war, sondern durch viele Durchgänge einen intensiven Warentausch mit den Germanen ermöglichte. Diverse Grenzkastelle im Verlauf des Limes waren Hort vieler Legionäre, die den Grenzverkehr überwachten, Passierscheine ausstellten und Zölle eintrieben. Etwa 40 Jahre nach seiner Errichtung wurde das Grenzkastell dann durch ein 3,2 Hektar großes Lager für eine Infanterieeinheit mit etwa 600 Mann ersetzt und mit einer Mauer aus Holz und Stein versehen. Entlang der Straße zum Kastell entwickelte sich ein Lagerdorf, in dem die Familien der Soldaten lebten, in dem sich aber auch Handwerker und Händler niederließen. Das Kastell wurde weiter in Steinbauweise ausgebaut, das Lagerdorf erhielt eine große Badeanlage, eine Herberge und andere öffentliche Bauten. Aus dem kleinen Militärposten entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Siedlung mit knapp 2.000 Soldaten und Zivilisten.

Es gibt viele Theorien darüber, warum das Römische Reich trotz seiner Überlegenheit am Ende doch zugrunde ging. „Der Untergang des Römischen Reiches liegt klimatisch in der mittelalterlichen Eiszeit. Es ist durchaus vorstellbar, dass den germanischen Völkern die Nahrungsmittel ausgingen und der Bevölkerungsdruck auf die Grenzen des Römischen Reiches immer größer wurde“, so Dr. Carsten Amrhein. Als gesichert gilt, dass die Siedlung um die heutige Saalburg nach einem Angriff germanischer Stämme im Jahre 233 n. Chr. in Brand gesetzt wurde und alles Hab und Gut in die Hände der Angreifer geriet. Immer wieder überfielen und plünderten die alemannischen Germanen die Grenzprovinzen, bis der Limes von den Römern endgültig aufgegeben wurde, und mit ihm die Siedlung um die heutige Saalburg. Das Kastell verfiel über die Jahre und wurde als Steinbruch benutzt. „Wir vermuten sogar, dass der Weiße Turm in Bad Homburg auch mit Steinen des Römerkastells gebaut wurde“, erzählt uns Dr. Carsten Amrhein.

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Zeitreise in die römische Geschichte - Römerkastell Saalburg (Teil 1)

Nächster Teil der Artikelserie:
Das außergewöhnliche Erbe der Stadt bewahren - Kloster Seligenstadt (Teil 3)

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Veröffentlicht am 21.06.2018

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