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Museum, Archäologischer Park und Forschungszentrum - Keltenwelt am Glauberg (Teil 2)

Die Kelten – das „Volk aus dem Dunkel“, sagenumwoben, vor allem oder gerade deshalb, weil es viele Mythen und zu wenig faktisches Wissen gibt. J.R.R. Tolkien bediente sich für seine Romane bei der keltischen Mythologie und trug damit seinen Teil zur Mystifizierung bei. Betritt man das Museum, sieht man sich deshalb zuerst mit den gängigen Klischees über die Kelten konfrontiert. Mit Zitaten wie „Ist das nicht so ein brutales, den Wikingern ähnelndes Barbarenvolk gewesen?“ (Vera F., 38 Jahre) oder „Bärtige Männer und vollbusige Frauen […]. Hühner schlachten bei Vollmond und Osterfeuer gegen Geister.“ (Diana W., 36 Jahre), die in großen Buchstaben den Gang zur Ausstellung schmücken, spielt das Museum ganz bewusst mit den meist nicht zutreffenden Mythen und Klischees, um ihnen dann in der Folge mit Fakten entgegenzutreten.

„Unsere Aufgabe hier in der Keltenwelt am Glauberg ist es, die eisenzeitlichen Funde vom Glauberg in einem übergeordneten Zusammenhang zu präsentieren“, sagt Thomas Lessig-Weller, Museumspädagoge der Keltenwelt. Wichtig ist ihm dabei die Methodik, die Funde am Glauberg wissenschaftlich zu entziffern und auszulesen. Die Aufbereitung der Erkenntnisse, die durch die Ausgrabungen gewonnen werden, ist eines der Ziele der Keltenwelt, gleichzeitig spürt man jedoch, dass das Museum sich nicht zwanghaft bemüht, den Mythos der Kelten zu entzaubern. Und doch betont Dr. Axel Posluschny, Leiter des Forschungszentrums der Keltenwelt am Glauberg: „Vieles, was wir über die Kelten zu wissen glauben, sind bloße Vermutungen – nicht mehr und nicht weniger.“ Er weist damit gleichzeitig auf die Gratwanderung hin, die man bei diesem Thema immer wieder unternimmt: „Da ist einerseits der Bildungsanspruch, den wir als Museum sehr ernst nehmen, andererseits sind wir als Wissenschaftler den Erkenntnissen verpflichtet und können oft nur vermuten. Gerade bei einer solchen Kultur wie der der Kelten, von der es keine überlieferten Schriftstücke gibt, sind archäologische und naturwissenschaftliche Forschungen Grundlage für neue Erkenntnisse.“

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Museum, Archäologischer Park und Forschungszentrum - Keltenwelt am Glauberg (Teil 1)

Nächster Teil der Artikelserie:
Museum, Archäologischer Park und Forschungszentrum - Keltenwelt am Glauberg (Teil 3)

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Veröffentlicht am 15.03.2018

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