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Gesamtkunstwerk am Rhein - Niederwalddenkmal, Rüdesheim (Teil 2)

Zwei Ausschreibungen waren notwendig, um einen geeigneten Entwurf für das Denkmal zu finden – schließlich kreiert von Johannes Schilling. Nach der Grundsteinlegung 1877 dauerte es noch sechs Jahre, bis das 75 Tonnen schwere und eine Million Goldmark teure Denkmal durch Wilhelm I. eingeweiht werden konnte. Beinahe wäre der erste deutsche Kaiser dabei einem Anschlag zum Opfer gefallen. Allerdings scheiterten die Attentäter an der feuchten Witterung des Septembertages: die Lunte ihrer Bombe wollte nicht brennen.

Heute wird das Niederwaldenkmal durch die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen betreut und konnte in den letzten Jahren umfänglich saniert werden. Wer die Stufen der Anlage erklommen hat, steht vor einem Relief mit 133 lebensgroßen Menschen: darunter ein preußischer Gardist mit Fahne und ein sächsischer Infanterist mit Trommel sowie Generäle und Fürsten, die sich um Wilhelm I. drängen, der in der Mitte der Szene zu Pferd sitzt. Das Relief drückt die Aufbruchsstimmung aus, die zu Beginn des Krieges herrschte, und soll alle für den Erfolg relevanten Personen und Gruppen würdigen. Direkt darunter symbolisiert ein Bronzeensemble die mit dem Sieg über Frankreich errungene Verschiebung der Grenze gen Westen: Vater Rhein übergibt seiner Tochter Mosel das Wächterhorn, denn nun gehörten Elsass und Lothringen zum Deutschen Reich.

Rechts und links neben der Germania platzierte Schilling die Allegorien Krieg und Frieden. Linker Hand ein Engel mit Füllhorn und Ölzweig – Symbole für Eintracht und Wohlstand. Rechts, zu Frankreich hin, ein geflügelter Schutzgeist, der eine Posaune bläst und sein Schwert ruhen lässt. Zwei weitere Reliefs am Sockel des Niederwalddenkmals beschäftigen sich mit den Feldzügen: Der „Abschied der Krieger“ zeigt den Auszug von Soldaten und Landmännern, das zweite Motiv deren Rückkehr.

Heute markieren Rüdesheim und das gegenüberliegende Bingen den Eingang zum Oberen Mittelrheintal, das über knapp 70 Kilometer lang bis einschließlich Koblenz reicht. Direkt vom Denkmal aus lässt sich die Region erkunden, beispielsweise in den Osteinischen Parkwald hinein.

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Gesamtkunstwerk am Rhein - Niederwalddenkmal, Rüdesheim (Teil 1)

Nächster Teil der Artikelserie:
Gesamtkunstwerk am Rhein - Niederwalddenkmal, Rüdesheim (Teil 3)

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Veröffentlicht am 31.05.2019

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