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Gesamtkunstwerk am Rhein - Niederwalddenkmal, Rüdesheim (Teil 1)

Vom Monopteros im Niederwald aus bewunderte Johann Wolfgang von Goethe die „überaus prächtige Schönheit des Rheingaus“ – das war im Spätsommer 1814. Damals stand der griechische Rundtempel inmitten eines Landschaftsparks, den Graf von Ostein anlegen ließ. Das Original wurde 1944 zerstört und Anfang des 21. Jahrhunderts wieder aufgebaut, sodass Besucher den Ausblick über das Mittelrheintal heute wieder vom Monopteros aus genießen können. Seit dem Jahr 2002 gehört die Region zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die einzigartige Verbindung aus Natur und Kultur gilt als besonders schützenswert.

Unweit des Monopteros richtet die riesige Germania ihren Blick gen Frankreich. Zwölfeinhalb Meter ragt sie vom obersten Sockel des Niederwalddenkmals aus in die Höhe und bringt 32 Tonnen auf die Waage. Clara, die Tochter des Bildhauers Johannes Schilling, stand Modell für die imposante Figur, die an den Deutsch-Französischen Krieg und die Einigung des Reiches erinnern soll. In ihrer rechten Hand hält die Bronzestatue eine Kaiserkrone, während die linke auf dem Knauf eines ruhenden Schwertes liegt, das – zum Zeichen des Sieges – von Lorbeer umschlungen ist. Auch das Gewand der Germania ist reich an Symbolen: Adler, Hirsche, Raben und Drachen erinnern an alte Sagen, der Reichsadler gilt als Zeichen des Deutschen Reiches. Zu Germanias Füßen steht zu lesen: „Zum Andenken an die einmuehtige siegreiche Erhebung des deutschen Volkes und an die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches 1870–87“.
Die Idee, dem Zusammenschluss des zuvor losen Bundes unabhängiger Fürstentümer ein Denkmal zu setzen, war bereits 1870 entstanden. Schnell war man sich einig, dass es am Rhein stehen müsse, weil der Fluss in der deutschen Geschichte und Kultur eine zentrale Rolle spielt – nicht zuletzt als Grenze zu Frankreich, das am gegenüberliegenden Rheinufer geherrscht hatte. Die Wahl des Standortes fiel auf den Niederwald bei Rüdesheim, rund 80 Meter über dem Flusslauf gelegen.

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Veröffentlicht am 19.04.2019

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