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Der Gigant von Kassel - Schloss und Schlosspark Wilhelmshöhe, Kassel (Teil 3)

Herkules auf seinem Berg ist den Elementen ausgesetzt: Wind drückt gegen seine Hülle aus Kupfer. Regen, Hagel, Schnee prasseln dagegen, Blitze treffen ihn. Auf dem Weg zur Statue merkt der Besucher, wie viel Arbeit in ihr steckt: Gerüste aus Holz säumen die Stufen, Kräne schwanken im Wind. Wie der Koloss selbst ist auch die Baustelle ein Superlativ. Den ständigen Ausbesserungsarbeiten ist ein weiterer Teil der Ausstellung gewidmet, denn sie sind durchaus aufsehenerregend: Die Arbeiter verrichten die Reparaturen schließlich in schwindelerregender Höhe. Es gibt Bilder, die zeigen, wie Arbeiter nach dem Zweiten Weltkrieg den Kopf der gigantischen Statue mit einem Seil wieder nach oben an seinen vorgesehenen Platz hieven. Weiteres zentrales Element der Ausstellung „Herkules 300“ ist eine Miniatur des Herkules, die sein Innenleben zeigt. „An ihr orientieren wir uns, wenn wir am Original etwas machen müssen“, sagt Splitter. Auf der Rückseite ist Herkules dort aufgeschnitten, man sieht das Gerüst, das ihn im Inneren stützt. So ergibt sich ein Einblick in die Komplexität der Architektur einer solchen Statue und in die Gewaltigkeit der Aufgabe, sie zu restaurieren.

Neben dem kleinen Modell liegen schallplattengroße Scheiben. Darin eingraviert: die Namen des Bauherrn und der Stifter für die Restaurierungen. Die erste Restaurierung fand unter Kaiser Wilhelm II. statt, sein Name prangt auf einer Scheibe. Die nächste erinnert an die Erneuerung nach dem Zweiten Weltkrieg, die dritte an das Jahr 2008, als das Land Hessen einsprang, um Herkules seine Verjüngungskur zu finanzieren. „Die Scheiben hier sind nicht die Originale“, sagt Splitter. Diese finden sich am Kopf der Statue, dort sind sie in einem Hohlraum eingelassen – die Schöpfer und Erhalter des Herkules sind also ganz nah bei ihm. Dass die allererste Scheibe des Landgrafen Karl aus dem Jahr 1717 überhaupt existiert, weiß man erst seit der ersten Restaurierung der Statue im Jahre 1900. Ihre Existenz zeigt, wie wichtig Herkules für seinen Erbauer war, wie wichtig er für seine Erhalter heute noch ist. Das nun 300 Jahre alte Wahrzeichen mit seiner mehr als 2000-jährigen Geschichte: Hier in diesen Scheiben, wie in der ganzen Ausstellung, verdichtet sich seine Geschichte.



Bildgalerie


Veröffentlicht am 21.09.2018

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