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Der Gigant von Kassel - Schloss und Schlosspark Wilhelmshöhe, Kassel (Teil 1)

Kassels Wahrzeichen steht hoch oben über der Stadt: Herkules, der Halbgott, auf eine Keule gestützt, über der ein Löwenfell hängt. Hinter seinem Rücken hält er die Äpfel der Hesperiden versteckt. Den Löwen, von dem das Fell stammt, hat er selbst erwürgt. Der Löwenkopf ist sein Helm, das Fell sein Panzer; es macht ihn unverwundbar. Die Äpfel hat Herkules aus dem Göttergarten, bewacht von Ladon dem Drachen, geklaut. Löwenfell und Äpfel illustrieren zwei seiner Heldentaten. Gut acht Meter groß ist allein die Statue. Der Steinsockel, auf dem sie steht, das Oktogon (Achteck) und die Pyramide sind zusammen gut 60 Meter hoch. Mehr als 800 Stufen muss man erklimmen, um Herkules nahe zu sein. Es lohnt sich, der Halbgott genießt einen einmaligen Ausblick über die Stadt. Seit 300 Jahren steht er hier im Bergpark Wilhelmshöhe, als Landmarke, Magnet für Besucher, als Zeichen von landgräflicher Macht und Stolz. Seine Haut aus Kupfer schimmert grün. Fällt die Sonne auf ihn, strahlt er. Bei grauem Wetter, bei Regen und schweren Wolken wirkt Herkules abweisend, mystisch – und doch anziehend. Es ist, als stehe er dort oben zur Wacht, zum Schutz.

Eine Sonderausstellung in Schloss Wilhelmshöhe zeichnet nach, wie der griechische Halbgott in die Hessische Stadt gekommen ist: „Herkules 300. Wiedergeburt eines Helden“ heißt sie. Im Eingang können die Besucher zunächst aus der Ferne Blickkontakt zur Statue aufnehmen, sich mit der Geschichte des Herkules vertraut machen. Dr. Rüdiger Splitter, Honorarprofessor für Geschichte an der Universität Kassel, hat sie konzipiert. Warum? „300 Jahre sind nicht trivial“, sagt er. Er kennt die Geschichte der Statue wie kein zweiter, er erzählt sie ruhig und anschaulich. Herkules fasziniert ihn, die Sagengestalt genau so wie Kassels Statue. So zeigt auch die Ausstellung „Herkules 300“ nicht nur das Entstehen der Statue, sondern auch, wie es das Motiv des „ausruhenden Herkules“ bis nach Hessen geschafft hat. Sie zieht einen Bogen vom antiken Griechenland über das antike Rom bis hin zu Landgraf Karl, der im Herkules eine Allegorie der eigenen absolutistischen Herrschaft sah. Eine lange Geschichte, die das Museum kurz und prägnant wiedergibt. Antike Kunst und die Kunst des in die Neuzeit aufbrechenden Europas: In dieser Ausstellung sind sie sich – dank Herkules – ganz nah.

Nächster Teil der Artikelserie:
Folgt in Kürze.

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Veröffentlicht am 11.09.2017

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