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Biografie eines königlichen Gartens - Schlosspark, Bad Homburg (Teil 1)

Ein Garten – eine Zeitreise: Im Schlosspark Bad Homburg wächst und gedeiht diese ungewöhnliche Kombination tatsächlich. Lust-, Landschafts- und Nutzgärten vereinen sich auf rund 13 Hektar zu einer Art Museum der Gartenstile. An diesem Ort, an dem seit 1620 Landgrafen, Preußische Könige und Deutsche Kaiser residierten, haben sich die grünen Moden und Vorlieben wie Sedimente übereinandergelegt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die kulturelle Bedeutung dieses einzigartigen Ensembles in Vergessenheit geraten. Ein Teil des Geländes wurde gar bebaut, und manche Teile der Landgräflichen Gartenlandschaft eroberte die Natur zurück. Sie verwilderten. Noch Schlimmeres konnte eine Aktion Homburger Bürger verhindern. Weder die geplanten Hochhäuser wurden gebaut, noch das Hotel, welches das Gotische Haus ersetzen sollte.

Stück für Stück kam die denkmalpflegerische Wiederentdeckung einer Gartenlandschaft in Gang, die als einzigartig gelten darf. Nicht zuletzt durch die bedachte Arbeit der Verwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Hessen und dem 15-köpfigen Team des leitenden Schlossgärtners Peter Vornholt. Seit die Rekonstruktionsarbeiten im Jahr 2003 begannen, sind die Gartenbereiche aus prägenden Epochen der Garten-Kultur für Besucher wieder zugänglich und erlebbar. Wer heute das Gelände durchstreift, wird irgendwann auf eine bedeutende Achse stoßen, die sich wie ein Rückgrat auf 5,4 Kilometer Länge in Richtung Taunus bis zum römischen Grenzwall Limes zieht: die Elisabethenschneise. Ihren Namen erhielt die Trasse von Elisabeth (1770-1840), der Frau Friedrichs VI. (1769-1829), der anno 1821 die Verlängerung der Tannenwaldallee anordnete und seiner britischen Gattin damit ein imposantes Denkmal setzte.

Die Schneise markiert die letzte Phase in der Jahrhunderte andauernden Entwicklung des bedeutenden Ensembles. In dieser Zeit wurden auch die gewaltigen Libanon-Zedern gepflanzt. Sie strecken ihre gewaltigen Äste heute bis an die Fassade des Schlosses und bilden einen würdevollen Kontrapunkt zur verspielten Rosenterrasse auf der Ostseite. Auch sie wurde anno 1844 geplant und gepflanzt, und heute möglichst epochengetreu gepflegt. Zur Rosenhauptsaison im Sommer erblüht dort – als würdiger Blumenschmuck zu Füßen des Königsflügels – die Königin der Blumen: eine ganze Phalanx aus prächtigen Hochstammrosen, unterpflanzt mit Beetrosen in Rosa, Rot und Gelb.

Nächster Teil der Artikelserie:
Biografie eines königlichen Gartens - Schlosspark, Bad Homburg (Teil 2)

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Veröffentlicht am 15.08.2017

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