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Geburtsstätte einer Legende - Burg Frankenstein, Mühltal (Teil 2)

Ralph Eberhardt führt in einen Raum in einem Nebengebäude der Burg, zu dem „nur sehr wenige Zutritt bekommen“. Chaos auf den ersten Blick, dann schälen sich die Konturen heraus: Monster, Hexen, Vampire. Andere Requisiten wie Schwerter oder abgehackte Arme liegen hier ebenfalls neben den Masken – es ist ein Lager des Grauens. „Hier zieht sich die Belegschaft um, wenn wir monstern gehen“, sagt Eberhardt und lacht. Er spricht von Halloween, dem Ereignis, das den Mythos Frankenstein heute im Kollektivgedächtnis am Leben erhält. „Wir haben die meisten Monster hier“, sagt Ralph Eberhardt. „Monstern“, das bedeutet auf Burg Frankenstein, dass etwa hundert Verkleidete in der Burg auf Besucher warten. Bis zu 25.000 Menschen kommen hier um den 1. November her, um zu feiern und sich zu gruseln. Das US-amerikanische Fest ist eines der wichtigsten Events auf Burg Frankenstein.

Halloween hat auch den heutigen Besitzer zur Burg gebracht. „Ich habe hier als Security angefangen, dann war eine Stelle als Werwolf frei“, erzählt Eberhardt. Das war vor mehr als 20 Jahren; seitdem hat Ralph Eberhardt jeden Job gemacht, den es hier auf der Burg zu machen gibt: Security, Werwolf im Kostüm, Gefolterter, Henker. Dann ins Organisationsteam, dann Pressesprecher und nun ist er Herr des Ganzen, der Pächter der Burg. Die „Monster“ von Burg Frankenstein sind wie eine Familie, erzählt Ralph Eberhardt. Wer einmal dabei sei, komme immer wieder. Obwohl ihn so viele Jahre mit der Burg verbinden, drängt sich doch die Frage auf: Warum macht er das eigentlich? Ausblick und Sonnenuntergang können noch so schön sein, eine Burg ist alles andere als eine einfache Immobilie. Warum also? Als erstes ist da natürlich der Traum von der eigenen Burg, „wir haben schon vor zehn Jahren darüber gesprochen“, erklärt er. Erst war das Ganze eher ein Witz, ein Witz, aus dem nun Ernst geworden ist – eine Herausforderung, die ihresgleichen sucht. Und die hat ihn letztlich dazu gereizt, die Burg zu übernehmen.

Wenn Eberhardt darüber spricht, was er mit der Burg vorhat, sprudeln die Ideen nur so. Er will den Spagat wagen zwischen Moderne und Tradition. Bald soll es auf der Burg frei zugängliches Wlan geben. Wer auf Burg Frankenstein ein Foto macht, kann es dann gleich auf allen sozialen Medien posten – kostenlose Werbung. Fahrradfahrer, die ohnehin hierher kommen, sind eine beliebte Zielgruppe. Dasselbe gilt für Wanderer, die auf bei ihren Touren oft auf Burg Frankenstein beginnen, der ersten Burg auf der Odenwaldkette. Zwar gebe es hier noch andere schöne Burgen, gibt Eberhardt zu. „Aber wir haben den Ausblick.“ Ein unschlagbarer Vorteil, den er nutzen will.

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Geburtsstätte einer Legende - Burg Frankenstein, Mühltal (Teil 1)

Nächster Teil der Artikelserie:
Folgt in Kürze.

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Veröffentlicht am 26.07.2018

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