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Mittelalterliches Relikt der Stauferzeit - Burgruine Münzenberg (Teil 1)

In der hessischen Wetterau ist das „Tintenfass“ weithin sichtbar. So nennt der Volksmund die Stauferburg, die Kuno von Hagen-Arnsburg Mitte des 12. Jahrhunderts errichten ließ. Zwei Bergfriede markieren die westliche und östliche Ecke der ovalen Anlage rund 240 Meter über dem Meeresspiegel. Wer in ihren Kern vordringen wollte, musste vier Tore überwinden, die heute noch erhalten sind. Zuerst das Stadttor, dann in der Ringmauer das erste Tor der Burganlage. Ein weiteres ist in der Vorburg zu passieren, das vierte führt von der alten Bastion unter dem Wehrgang hindurch in die Kernburg.

Heute kommen auf der Münzenburg Besucher zu Führungen zusammen oder um den Bau auf eigene Faust zu erkunden. In der detailreich erhaltenen Ruine lässt sich noch gut der Zeit ihrer Erbauung nachspüren: der aus einer Familie von Reichsministerialen stammende Konrad II. von Hagen-Arnsburg hatte den „Minzinberch“, einen mit Minze bewachsenen Basaltkegel, vom Kloster Fulda erworben. Sein Sohn Kuno I. erbaute die Burg und nannte sich nach ihr „von Münzenberg“. Die exponierte Anlage sicherte das Territorium der Staufer gegen Nordosten und sollte noch einige Erweiterungen erfahren.

Nächster Teil der Artikelserie:
Mittelalterliches Relikt der Stauferzeit - Burgruine Münzenberg (Teil 2)

Bildergalerie


Veröffentlicht am 13.09.2019

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