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Für die Ewigkeit - Einhardsbasilika, Michelstadt-Steinbach (Teil 3)

Faszinierend an der Basilika ist auch, dass sich ihr Inneres bis heute kaum verändert hat. Nackter, staubiger Lehmboden, ein hohes, offenes Kirchenschiff, die Einhardsbasilika hat die Jahrhunderte fast unbeschadet überstanden. Die Grafen Erbach-Fürstenau, denen die Basilika über viele Jahrhunderte gehörte, nutzten sie als Schuppen für ihre Jagd- und Fischereigeräte. Dem Hofschreiner der Grafen diente die Kirche als Holzlager. Weil er das Holz trocken unterbringen musste, sorgte er dafür, dass das Dach dicht blieb. Damit schützte er die Kirche vor dem weiteren Verfall. „Eigentlich wäre das Dach das Besondere“, sagt die Verwalterin Sigrid Floch, „wenn darunter nicht die Kirche stünde.“ Denn als man die Basilika in den Jahren zwischen 2006 und 2010 restaurierte, wurde auch das Dach gemacht. Nur vier Balken mussten erneuert werden. Alle anderen Balken seien noch von 1168, sagt Floch. Damals bauten die Mönche des Klosters Lorsch eine Propstei, ein Kloster also. Sie erneuerten das Dachwerk über dem Mittelschiff. Sie umgaben die ganze Anlage mit einer Mauer und bauten eine Sakristei an den nördlichen Nebenchor. Auch das Gelände um die Basilika veränderten sie. Die Kirche blieb unangetastet. Noch heute sind die Ausmaße des Klosters leicht zu erkennen. Das Pfortenhaus beispielsweise, in dem Sigrid Floch die Besucher begrüßt, wurde im 16. Jahrhundert, also Jahrhunderte später, erbaut. Dennoch ist es ein Überbleibsel der Anlage.

Als Floch im Jahr 2008 ihren Posten antrat, war das Grundstück in keinem guten Zustand. Zwei Jahre zuvor umgab die Kirche ein riesiges Gerüst für die Dachsanierung, Bagger und Kräne hatten die Wiesen um das Gebäude zerfurcht. Heute ist das Gelände ordentlich, nichts versperrt mehr die Sicht auf Einhards Basilika. Gut, dass man sich heute wieder um die Basilika kümmert: Als die Bewohner von Michelstadt-Steinbach vor gut 60 Jahren ihren Sportplatz bauen wollten, sollte dieser an der Stelle der Einhardsbasilika stehen. „Der Antrag, die ‚old Scheuer’ abzureißen, war schon gestellt“, sagt Floch. „Zum Glück wurde der abgelehnt.“ Immerhin ist das Gebäude „ein echtes Original“.



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Veröffentlicht am 21.06.2019

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