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Eine Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte - Kloster Lorsch (Teil 1)

Wollte man die Grünanlagen des Klosters Lorsch mit einem Wort umschreiben, käme „ausgezeichnet“ der Wahrheit ziemlich nahe. Ausgezeichnet sind sie in jedem Wortsinn, denn die neue Gestaltung des Areals, die in 2015 abgeschlossen wurde, erhielt im selben Jahr mit dem Europäischen Gartenpreis bereits die zweite hohe Auszeichnung; die erste gab es bereits mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2015. Der Europäische Gartenpreis gilt als Ritterschlag. Er wird seit 2010 jährlich in einem Netzwerk von 14 Ländern vergeben und würdigt herausragende und außergewöhnliche Gestaltung in historischen oder in zeitgenössischen Anlagen.

Die Besonderheit der Lorscher Gestaltung liegt nicht in spektakulären Blumenrabatten oder innovativ-modernistischem Design eines Gartens, sondern in einem hochintelligenten, subtilen Konzept, das bauliche Vergangenheit in wachsendem Grün nachbildet. Will man es vereinfacht beschreiben, könnte man es Rasenlandschaft nennen. Es ist aber viel mehr als das. Es ist Architektur aus Landschaft. Denn statt einer Landschaftsgestaltung mit Sträuchern, Hecken und Bäumen, wie sie so oft und erfolgreich in historischen Anlagen verwendet werden, wurde das Gelände in Lorsch modelliert. Den Gestaltern ist damit etwas geglückt, was eigentlich unmöglich klingt: Räume zu bauen, ohne Mauern zu ziehen.

Erhebungen mit klaren Konturen zeichnen nach, wo einst historische Mauern verliefen. Geglätteter Grund verläuft dort, wo vorher unkultivierter Wildwuchs herrschte. So werden Fußspuren der Geschichte nicht nur sichtbar, sondern der Besucher kann in ihren Abdrücken im Gelände auf eigenen Füßen nachgehen. Ein genial einfaches Konzept, das die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Zusammenarbeit mit der Stadt Lorsch und den Landschaftsarchitekten der Berliner Topotek1 erstellt und umgesetzt hat. So ist die karolingische Architektur heute wieder erfahrbar und zwar nicht neben dem Garten, sondern gerade durch den Garten.

Nächster Teil der Artikelserie:
Eine Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte - Kloster Lorsch (Teil 2)

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Veröffentlicht am 15.08.2017

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