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Der Park ist wie eine Zeitreise - Schlossgarten, Bad Homburg (Teil 3)

Ein Stadtporträt aus dem Jahr 1646 zeigt erstmals den im Stil der Renaissance gestaltete Nutz- und Baumgarten inmitten Bad Homburgs. Ende des 17. Jahrhunderts war am Hang ein landgräfliches Gartenreich geschaffen worden. Friedrich II ließ aus dem Graben der mittelalterlichen Burg sogar Teiche ausheben. „In schlechten Zeiten wurde jedoch das Wasser abgelassen und die Fläche zum Anbau von Obst- und Gemüse genutzt“, erzählt Judith Kalisch. Als Mitarbeiterin der Schlossgärtnerei lässt sie den Besuch in Bad Homburg zur Zeitreise werden.

Der große, mit einer Insel versehene Teich ist bis heute Bestandteil des Gartens. Der weiter unten im Tal gelegene herrschaftliche Nutzgarten war immer wichtig für die Schlossbewohner, um sich autark mit Obst und Gemüse versorgen zu können. „In schlechten Zeiten wurde die Anbaufläche ausgedehnt, sogar der Teich abgelassen“, erzählt Kalisch. „Rund 200 Zentner Äpfel gingen in der Kaiserzeit von hier pro Jahr nach Potsdam.“ Die Schlossgärtner haben Apfel- und Mirabellenanker wieder angelegt, ernten auch Birnen und Zwetschen. Auch Schafe haben inzwischen Einzug gehalten und tragen ihren Teil dazu bei, die Anlage zu pflegen. Damals wie heute werden die Früchte eingekellert, eingemaischt und gebrannt. Judith Kadisch hat gerade ein wieder ein neues Schnapsrezept kreiert – alle Produkte sind im Schlosscafé zu erwerben.

Insgesamt umfasst der Schlossgarten ein topographisch abwechslungsreiches, die Residenz gürtendes Gelände, das vor allem dank der Schlossgärtner ihrem Charakter deutlich bewahrt hat. Die Gärtnerin Kalisch ist unweit von Bad Homburg geboren und kennt die Anlage bereits seit ihrer Kindheit. „Wir wollen rund um das Schloss bestimmte Epochen erlebbar machen“, beschreibt Kalisch ihre Arbeit, die sie vor 15 Jahren mit einer Lehre hier aufnahm. „Wir haben es nicht mit einem fertigen Raum zu tun, sondern arbeiten ständig daran, den historischen Zustand zu pflegen.“ Die wechselhafte Geschichte des Gartens war Bestandteil ihrer Ausbildung. So trägt sie mit ihrer historisch inspirierten Arbeit dazu bei, das stilvielfältige Gartenensemble für Besucher ganzjährig erlebbar zu machen.

Vorheriger Teil der Artikelserie:
Der Park ist wie eine Zeitreise - Schlossgarten, Bad Homburg (Teil 2)

Bildgalerie


Veröffentlicht am 26.04.2018

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